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BASF übergewichten


20.12.2000
Helaba Trust

BASF (WKN 515100) sei die Nr. 1 der chemischen Industrie in Europa, so die Analysten von Helaba Trust.

Sie betrieben die Sparten Chemikalien, Farbmittel/ Veredelungsprodukte, Kunststoffe/Fasern, Gesundheit/ Ernährung sowie Öl und Gas. Mit der Verbund-Strategie, die durch die örtliche Konzentration von flexibel zu steuernden Produktionsanlagen gekennzeichnet sei, habe das Unternehmen einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern. Allein im Stammwerk belaufe sich dieser auf mehr als 500 Mio. EUR p.a.. Auf Basis des mit Gazprom betriebenen Joint Venture Wingas sei das Unternehmen zu einem der größten Anbieter im liberalisierten deutschen Gasmarkt geworden. Nach dem Kauf von American Cyanamid sei die BASF die Nr. 3 im weltweiten Pflanzenschutzgeschäft.

In Q3 2000 habe die BASF den Umsatz auf 9.196 Mio. EUR (+26,9%) steigern können. Bezogen auf die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres habe sich ein Umsatzplus von 25,3% ergeben. Während sich das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen in Q3 deutlich erhöht habe (+10,4%), habe die BASF beim Nachsteuerergebnis einen Rückgang auf 101 Mio. EUR vermelden können (-9,8%). Hauptursachen seien außer durch den hohen Ölpreis induzierten Margendruck einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Akquisition von American Cyanamid sowie eine durch höhere Ölfördersteuern deutlich gestiegene Steuerquote.

Durch den Verkauf von Knoll fokussiere sich BASF stärker auf die Kerngebiete. Im Zuge der weltweiten Konsolidierungswelle besäße die Pharmatochter nicht die kritische Masse, um dauerhaft im Wettbewerb bestehen zu können. Der Verkaufspreis von 6,9 Mrd. USD liege am oberen Ende der Markterwartungen. Mit dem Geld solle neben einer deutlichen Schuldenverringerung (4 Mrd. EUR) das Aktienrückkaufprogramm forciert (1,3 Mrd. EUR in 2001) werden. Die Experten von Helaba Trust erachteten die Abgabe der Pharmasparte als strategisch richtigen Schritt, der das Vertrauen in das Management weiter stärken und eine Reduktion des Konglomeratsabschlags bewirken sollte. Vor diesem Hintergrund bekräftigten die Analysten von Helaba Trust ihre Empfehlung, die Aktie überzugewichten.


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